Die Schulen des bfi Wien sind UNESCO-Schule!
Was zeichnet UNESCO-Schulen aus?
- Weltoffenheit und die Fähigkeit zu einem friedlichen Zusammenleben zu fördern, gehören zu den wichtigsten Zielen, die die UNESCO-Schulen weltweit verfolgen. Damit leisten die Schulen ihren Beitrag zu einer Kultur des Friedens in einer pluralistischen Gesellschaft
- UNESCO-Schulen verstehen Lernen als handlungsorientierten Prozess, der Interesse für Neues, Fremdes und Anderes weckt
- UNESCO-Schulen setzen auf fächerübergreifendes, projektorientiertes Lernen
- UNESCO-Schulen bemühen sich um Vermittlung von Werten wie Toleranz und Mitgefühl
- UNESCO-Schulen wenden Konfliktlösungsstrategien für ein positives Schulklima an
- UNESCO-Schulen beweisen Solidarität durch gesellschaftliche Initiativen und Hilfsprojekte
- UNESCO-Schulen engagieren sich für eine intakte Umwelt
- UNESCO-Schulenwidmen sich der Bedeutung von Kultur- und Naturerbe
- UNESCO-Schulen beziehen außerschulische Lernorte und Partner in ihre Arbeit ein und pflegen Kontakte im internationalen Schulnetzwerk der UNESCO
Warum UNESCO-Schule?
Die Mitgliedschaft im UNESCO-Schulnetzwerk stellt eine Anerkennung der bisherigen Aktivitäten der Schulen des bfi dar:
- Intensive Pflege von Schulpartnerschaften
- Mediation
- Projekte zur Nachhaltigkeit
- Unverbindliche Übungen "Corporate Social Responsibilitiy" mit Workshops z. B. zu den Themen "ökologischer Fußabdruck" und "Lichtverschmutzung"
- Sozialprojekte wie z. B. Unterstützung bolivianischer Bildungseinrichtungen und Weihnachten im Schuhkarton
- Förderung der Multikulturalität und Interkulturalität im Unterrichtsalltag
- Aktivitäten zu den jeweiligen Jahresthemen der UNESCO-Schulen.
2008 Immaterielles Kulturerbe
Unterrichtseinheit "Bauernregeln für Führungskräfte"
2009 Astronomie
Outdoorveranstaltungen zur Beobachtung des Sternenhimmels, Workshop "Lichtverschmutzung"
2009 Biodiversität
diverse Exkursionen in Naturparks,
Integration der Ziele einer UNESCO-Schule fächerübergreifend in die Lehr- und Lerninhalte
Aufgaben und Ziele einer UNESCO-Schule
- Die Schulen entwickeln Schulprogramme, in denen die Ziele und Schwerpunkte der Schule als UNESCO-Projekt-Schule verankert sind und nachhaltige, interkulturelle und Netzwerkarbeit verbindlich ist.
- LehrerInnen, Eltern, SchülerInnen und Ausbildungsbetriebe werden über die Arbeit der UNESCO-Projekt-Schulen und die Schwerpunkte der eigenen Schule bzw. des Schulprogramms informiert und in die Entwicklung, Durchführung und Evaluation der Arbeit einbezogen.
- Jede UNESCO-Projekt-Schule unterhält aktive Kontakte zu anderen Schulen im UPS- (UNESCO-Projekt-Schulen) / ASP- (Associated Schools Project) Netzwerk in einem Nord-Süd-Ost-West-Dialog.
- Reale oder virtuelle Begegnungen und Kommunikation mit anderen UPS oder ASP-Schulen, aber auch mit Schulen in anderen Ländern werden zunehmend überfachlich organisiert und ermöglicht. Reflektierte interkulturelle Begegnungen und Schüleraustauschprogramme stehen im Vordergrund.
- Das außerschulische Umfeld (z.B. NGOs) einer UPS wird erkundet und in die Arbeit der Schule aktiv einbezogen.
- Eine ökologische Gestaltung und Nutzung des Schulgebäudes und -geländes einer UPS wird im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung geplant und realisiert. Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauchs und der Abfallbelastung werden organisiert.
- Projekte und andere Formen fächerübergreifenden Arbeitens werden verwirklicht.
- Das Erlernen elektronischer Kommunikation und deren Nutzung in der schulischen Arbeit wird den Schülern und Schülerinnen ermöglicht.
- An der Schule bzw. in den Ausbildungsbetrieben wird die UPS-Arbeit nach Möglichkeit gemeinsam von Schülern, Lehrern, Eltern organisiert.
- Regelmäßig bringen die Schulen im regionalen, nationalen und/oder internationalen Netzwerk Initiativen ein und berichten darüber.
Die Vorteile einer Mitgliedschaft
- Eine UNESCO Schule hat den Zugang zu einem internationalen Netzwerk
- Es besteht die Möglichkeit einer Beteiligung an regionalen, nationalen und internationalen Aktionen und Projekten
- Fallweise können Schüler/Innen und Lehrer/Innen zu internationalen Treffen entsendet werden
- Der Bezug von aktuellen UNESCO-Publikationen sowie der Zeitschrift FORUM UNESCO – Schulen Österreich
- Unterstützung von einem Gremium von ExpertInnen der österreichischen UNESCO-Kommission
- Es gibt ein jährliches Seminar zu aktuellen Themen
- Bei der Durchführung von Projekten stellt die UNESCO Materialien und Beratung zur Verfügung
- Verfügung eines Medienkoffers
- Ebenfalls ist die logistische und finanzielle Projektunterstützung durch die österreichische UNESCO-Kommission möglich
- Hervorhebung des Schulprofils
UNESCO
UNESCO steht für United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation. Die UNESCO ist eine der 16 rechtlich selbstständigen UN-Sonderorganisationen, welche Bildung, Wissenschaft, Kommunikation, Information und Kultur auf der ganzen Welt fördert.
"Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden."
Das heißt, der Zweck der UNESCO ist nicht nur die Verbindung von Menschen, sondern auch die Erhaltung von Weltkulturerbe. Ein weiteres Ziel ist die Förderung der Toleranz und Akzeptanz gegenüber anderen Kulturen, interkulturelles Lernen und Friedenserziehung sowie Umweltbildung.
UNESCO-Schulnetzwerk
Über 7.900 Schulen aller Schultypen in über 175 Ländern der Erde bilden das UNESCO-Schulnetzwerk. Diese so genannten UNESCO-Schulen zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Anliegen der UNESCO–Friedenserziehung, Förderung der Demokratie und der Menschenrechte, Umweltbildung, interkulturelles Lernen etc. in ihrer täglichen Arbeit umsetzen. Derzeit sind 67 österreichische Schulen als UNESCO-Schulen anerkannt.
Lernkonzepte
Die UNESCO-Schulen:
- integrieren die UNESCO-Schwerpunkte in den alltäglichen Unterricht
- setzen auf ein Lernen, das fächerübergreifend organisiert und projektorientiert ist
- beziehen das Schulnetzwerk der UNESCO, neue Medien, außerschulische Lernorte und Partner in den Lernprozess ein
- ermöglichen das Erlernen demokratischer Handlungs-kompetenz
- entwickeln problemorientierte Handlungsstrategien und setzen sie in gesellschaftlichen Initiativen und internationalen Hilfsprojekten um
Die Schwerpunkte der UNESCO-Schulen
Frieden, Menschenrechte und Demokratie als Bildungsinhalte
Die grundlegenden Werte einer „Kultur des Friedens“ werden aktiv vermittelt und gelebt. Der Schulalltag in UNESCO-Schulen ist geprägt von Mitsprache und Mitverantwortung im Rahmen der Schulgemeinschaft. Das Einüben demokratischer Prinzipien hat einen hohen Stellenwert. Die Berücksichtigung des Gender-Aspektes stellt ebenfalls einen besonderen Schwerpunkt dar. Internationale Tage und Jahre werden im Unterricht berücksichtigt.
Internationalisierung
Zunehmende Globalisierung und Vernetzung machen soziale Werte, Offenheit, Verstehen von fremden Kulturen, Kooperationsfähigkeit und Solidarität immer wichtiger. UNESCO-Schulen fördern interkulturelles Lernen durch verstärkten Fremdsprachenunterricht für eine bessere internationale Verständigung, Schulpartnerschaften auf regionaler und internationaler Ebene, Solidarität mit Opfern von Gewalt und sozialen oder ökologischen Katastrophen und durch aktive Teilnahme an UNESCO-Projekten.
Neues Schulklima
UNESCO-Schulen bemühen sich besonders um eine offene kooperative Atmosphäre im Schulalltag. Dieses Bemühen findet seinen Ausdruck in gemeinsam erarbeiteten Regeln und Strategien für die Lösung von Konflikten im Zusammenleben aller Schulpartner, in der Förderung der Integration von Behinderten sowie in der Einbindung außerschulischer Institutionen.
Neue Medien
Neue Technologien ermöglichen weltweiten Ideen- und Gedankenaustausch. UNESCO-Schulen verwenden diese Technologien als Hilfsmittel im Unterricht (z.B. Internetkontakte zu anderen Schulen). Gleichzeitig erfolgt in den Schulen eine kritische Auseinandersetzung mit den Folgen des rasanten Technologieaufschwungs, indem Medienerziehung als Bildungsinhalt verstärkt berücksichtigt wird.
Welterbe und Umweltschutz
Die Erhaltung einer intakten Umwelt und der Schutz von Natur- und Kulturgütern sind wichtige Anliegen der UNESCO. UNESCO-Schulen engagieren sich in diesem Sinne aktiv in ihrer unmittelbaren Umgebung. Sie tragen zur Förderung des ökologischen Bewusstseins bei und erarbeiten oder beteiligen sich an Projekten zum Natur- und Kulturerbe auf nationaler und internationaler Ebene.


