"Streetball gegen Ausgrenzung" oder "Ot nishto neshto"
Internationales Streetball-Schülerturnier in der Sala Triaditsa am 23.10.2010
Ein Sozial- und Maturaprojekt der Klasse 3AA weit über die Grenzen Österreichs hinaus!
Die Europäische Union erklärte das Jahr 2010 zum „Jahr des Kampfes gegen Armut und Ausgrenzung“. Schüler/innen des Nationalen Finanz-Wirtschaftsgymnasiums (NFWG) Sofia und der HAK des bfi Wien nahmen dies zum Anlass für ein gemeinsames Projekt: Im Rahmen eines Streetballturniers wollten wir gemeinsam die Bildungsbemühungen des Jugend- und Sozialzentrums Sveti Konstantin in Sofia unterstützen. Die Einrichtung gehört zur österreichischen Stiftung CONCORDIA, die benachteiligte Jugendliche und alte Menschen in Rumänien, Moldavien, der Ukraine und auch Bulgarien betreut. Das Sofioter Sozialzentrum im Stadtteil Hadshi Dimitar beherbergt über 70 Kinder und Jugendliche, die dort ein Zuhause gefunden haben, Schul- und Berufsausbildung bekommen. Ein Team des Hauses nahm ebenfalls am Streetballturnier teil.
Das Wiener Streetball Team bestand aus Schüler/innen der Klassen 4aK, 2BA und 3AA. Diese trainierten bereits fleißig seit Schulbeginn auf eine gute Platzierung für das bevorstehende Turnier in Sofia Ende Oktober.
Gemeinsam mit den Projektorganisationsteam der Klasse 3AA, Projektcoach Mag. Doris Wieshaider und Klassenvorständin Mag. Marianne Seelmann, machten sie sich auf die Reise nach Sofia und wurden am Morgen des 22. Oktobers 2010 auf dem Flughafen Sofia herzlich von Lehrer/innen und Schüler/innen der Sofioter Partnerschule in Empfang genommen.
Am selben Tag noch stand ein Besuch im Finanz- und Wirtschaftsgymnasium auf dem Programm. Nach einer freundlichen Begrüßung durch Herrn Direktor Ivan Arsov hatten wir die Möglichkeit, das Schulgebäude zu besichtigen und eine Übungsfirma kennenzulernen. Danach wurden wir zu einem köstlichen Buffet eingeladen.
Am nächsten Tag mussten wir schon zeitig aus dem Bett, denn ab 9 Uhr begann in der Sporthalle in einem Sofioter Vorort das Streetballturnier.
26 Mannschaften in zwei Altersklassen traten gegeneinander im K.O.-System an. Nach harten aber fairen Matches wurden gingen schließlich und endlich die Spieler des Nationalen Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Gymnasiums vom Platz - unser bfi-Streetball Team den hervorragenden zweiten Platz.
In einer Spielpause fanden die Tombolaverlosungen – die eigentliche Spendensammel-Aktion zu Gunsten des Sozialzentrums Sveti Konstantin - statt, wobei auf die Sieger/innen als Hauptpreis ein Netbook sowie zahlreiche attraktive @-Tec Preise warteten.
Die Maturant/innen des NFWG, die sich Verstärkung aus den Übungsfirmen der Schule holten, organisierten das sportliche Ereignis; galt es doch, den Saal zu finden und zu reservieren, Schiedsrichter zu bekommen, Zuschauer und Spieler/innen einzuladen, das Sofioter Inspektorat zu verständigen, die Durchführung zu planen, die österreichischen Gäste zu betreuen und für die Veranstaltung Sponsoren zu finden.
Die Wiener Maturant/innen hatten in ihrer Schule „Solidaritätseuro-Lose“ verkauft, ein Wohltätigkeitskonzert veranstaltet, in Firmen geworben, die Tombola organisiert und über Bildungsschecks Sponsoren für attraktive Tombolapreise gesucht. Das Projektteam, die Streetballer/innen und die Lehrerinnen kamen auf eigene Kosten nach Sofia, damit wirklich der gesamte Spendenerlös dem Haus Konstantin zufloss – und dieser konnten sich sehen lassen: gemeinsam konnten wir Pater Markus Inama SJ, dem Leiter des Hauses, im Anschluss an das Turnier mehr als 2000 Euro für sein Bildungsprojekt überreichen.
Er freute sich, uns am Sonntag kurz vor unserer Abreise auch das Haus und einige seiner Schützlinge vorstellen zu können.
Nun wird das Projekt unter betriebswirtschaftlichen und unternehmerischen Gesichtspunkten analysiert und dokumentiert. Für uns Wiener Schüler/innen ist es ein Teil der Matura, für die Sofioter ein Teil ihrer staatlichen Berufsqualifikationsprüfung.
Ohne die Abschlussprüfungen im Juni 2011 abzuwarten, können wir jetzt bereits sagen: das Projekt war ein voller Erfolg - nicht nur für die Schüler/innen der Organisationsteams der Sofioter und Wiener Schule und für die Teilnehmer/innen und Gewinner/innen am Streetball-Turnier und bei der Tombola sondern vor allem für die Kinder und Jugendlichen des Sozialzentrums Sveti Konstantin, die wir in Sofia auch persönlich kennenlernen durften!
3AA-Autorenteam Projekt „Streetball gegen Ausgrenzung“














