Reife- und Diplomprüfung (neuer Lehrplan)

Standardisierte Reife- und Diplomprüfung

 

1. Voraussetzungen

Das Antreten zur sRDP ist nur mit einem positiven Jahreszeugnis des 8. Semesters möglich. Negative oder nicht beurteilte Module können mit einem Kolloquium noch vor der Klausur ausgebessert werden. Sobald ein Gegenstand abgeschlossen ist, ist ein Antritt zur vorgezogenen Teilprüfung möglich. Ausgenommen sind die typenbildenden Prüfungen aus Betriebswirtschaftliche Fachklausur und BKO. Die Anmeldung dafür geht mit der Wahl der Maturavariante einher. Erfolgt der Antritt zur vorgezogenen Teilprüfung nicht unmittelbar nach dem positiven Abschluss des Gegenstandes, ist ein Antritt erst wieder zum Haupttermin möglich.

 

2. Maturavarianten

Die sRDP besteht aus sieben Prüfungsteilen, die auf dem Zeugnis stehen.

Es ist möglich, drei Klausuren und drei mündliche Prüfungen zu absolvieren, oder vier Klausuren und zwei mündliche Prüfungen. Das Verfassen einer Diplomarbeit (einschließlich deren Präsentation und Diskussion) ist verpflichtend.

 

Variante 1

Variante 2

Variante 3

Diplomarbeit

Diplomarbeit

Diplomarbeit

schriftlich

Betriebswirtschaftliche

Fachklausur

Betriebswirtschaftliche

Fachklausur

Betriebswirtschaftliche

Fachklausur

Angewandte Mathematik

Deutsch

Deutsch

Deutsch

Lebende Fremdsprache

Angewandte Mathematik

Lebende Fremdsprache

mündlich

BKO

BKO

BKO

Angewandte Mathematik

Lebende Fremdsprache

Wahlfach

Wahlfach

Wahlfach

 

Zentral: Deutsch, Lebende Fremdsprache (Englisch, Französisch), Angewandte Mathematik

Nicht-zentral: Betriebswirtschaftliche Fachklausur

3. Kompensationsprüfung

Eine (oder mehrere) negative Klausuren können durch eine mündliche Kompensationsprüfung (Prüfungszeit min. 10 Minuten, max. 25 Minuten) ausgebessert werden. Dazu muss man sich an der Schule spätestens drei Tage nach der Vorkonferenz zu den Klausuren schriftlich anmelden. Wird diese Möglichkeit nicht in Anspruch genommen, muss die negative Klausur im nächsten Termin wiederholt werden, die mündlichen Prüfungen dürfen aber absolviert werden.

Ist die Klausur zentral, ist auch die Kompensationsprüfung zentral (Aufgaben vom BMB erstellt), ist die Klausur nicht zentral, werden die Aufgaben dieser Kompensationsprüfung von den Lehrerinnen und Lehrern der Schule erstellt.

 

4. Zentrale Klausur in Deutsch

Arbeitszeit: 5 Stunden (300 Minuten)

Wahl zwischen 3 Themenpaketen, die jeweils aus 2 Aufgaben bestehen.

Entscheidung für ein Themenpaket, das vollständig (d.h. beide Aufgaben) bearbeitet werden muss. Eines der drei Themenpakete enthält ein literarisches Thema.

Mögliche Aufgabenstellungen (Textsorten): Zusammenfassung, Leserbrief, Offener Brief, Meinungsrede, Textanalyse, Textinterpretation, Kommentar, Empfehlung, Erörterung

Hilfsmittel: gedruckte oder offline-verfügbare elektronische Wörterbücher

Handschriftliche Ausfertigung oder Ausarbeitung auf dem PC / Notebook möglich. Das Internet ist dabei ausgeschaltet. Bei Nutzung des PC ist die Verwendung des Rechtschreibprogrammes von Word erlaubt, die automatische Rechtschreibkorrektur ist jedoch inaktiv!

 

5. Zentrale Klausur in Englisch

Die Aufgabenstellungen verlangen das sprachliche Niveau von B2 laut GERS.

Arbeitszeit: 5 Stunden (300 Minuten)

Drei getrennte Teile: Lesen (4 Aufgaben: 60 Minuten), Hören (4 Aufgaben: 40 bis 45 Minuten), Schreiben (3 Aufgaben: 195-200 Minuten)

Aufgabenstellungen in den Teilbereichen „Lesen“ und „Hören“: unterschiedliche Testformate (Zuordnen, Kurzantworten, Multiple Choice, richtig/falsch mit Begründung)

Aufgabenstellungen im Teilbereich „Schreiben“: Artikel, E-Mail, Brief, Bericht, Blog, Broschüre als mögliche Textformate.

Die Verwendung des gedruckten oder offline verfügbaren elektronischen Wörterbuches ist nur für den Bereich „Schreiben“ erlaubt.

Für die Schreibaufgaben ist eine handschriftliche Ausfertigung oder die Nutzung eines PC möglich.

Der Zugang zum Internet ist nicht erlaubt.

 

6. Zentrale Klausur in der zweiten lebenden Fremdsprache (Französisch)

Die Aufgabenstellungen verlangen das sprachliche Niveau von B1 laut GERS.

Arbeitszeit: 5 Stunden (300 Minuten)

Drei getrennte Teile: Lesen (4 Aufgaben: 60 Minuten), Hören (4 Aufgaben: 40 Minuten), Schreiben (3 Aufgaben: 200 Minuten)

Aufgabenstellungen in den Teilbereichen „Lesen“ und „Hören“: unterschiedliche Testformate (Zuordnen, Kurzantworten, Multiple Choice, richtig/falsch mit Begründung)

 

7. Zentrale Klausur in Angewandter Mathematik  

Arbeitszeit: 270 Minuten (4 ½ Stunden)

Die Klausur besteht aus 2 voneinander unabhängigen Teilen:

Teil A: Aufgabenstellungen, die die Grundkompetenzen abfragen, min. 4 Aufgaben mit jeweils 2-4 Unteraufgaben.

Teil B: HAK-spezifische Aufgabenstellungen: 2-4 komplexe Aufgabenstellungen mit Unteraufgaben

Hilfsmittel: herkömmliche Schreibgeräte, Bleistifte, Lineal, Geo-Dreieck und Zirkel; approbierten Formelsammlungen; elektronische Hilfsmittel (Minimalanforderungen an elektronischen Hilfsmittel sind grundlegende Funktionen zur Darstellung von Funktionsgrafen, zum numerischen Lösen von Gleichungen und Gleichungssystemen, zur Matrizenrechnung, zur numerischen Integration sowie zur Unterstützung bei Methoden und Verfahren in der Stochastik).

Die Verwendung des Internets ist nicht erlaubt.

 

8. Nicht-zentrale Betriebswirtschaftliche Fachklausur

Arbeitszeit: 360 Minuten (6 Stunden)

Inhalte: Inhalte der Unterrichtsgegenstände Betriebswirtschaft, Rechnungswesen und Controlling, Übungsfirma und Case Studies.

Einsatz der Office-Software (z.B. Word, Excel) und kaufmännischer Standardsoftware (z.B. Winline, BMD, SAP) bzw. Nutzung einer den Schülerinnen und Schülern bekannten Hardwarekonfiguration.

Hilfsmittel: Praxisrelevante Hilfsmittel, die im Unterricht bereits verwendet wurden (z.B. Steuerkodex).

Der Zugang zum Internet ist nicht erlaubt.

 

9. Mündlichen Prüfungen

Die Aufgabenstellungen werden von den Lehrerinnen und Lehrern der Schule erstellt. Dazu werden den Schülerinnen und Schülern Themenbereiche der jeweiligen mündlichen Prüfungsfächer bekannt gegeben. Bei der mündlichen Prüfung zieht die Prüfungskandidatin bzw. der Prüfungskandidat, wenn sie bzw. er zur Prüfung aufgerufen wird, aus den Themenbereichen zwei heraus, ohne beim Ziehen die Bezeichnung der Themenbereiche zu sehen. Anschließend wird die Bezeichnung der beiden Themenbereiche bekannt gegeben und die Kandidatin bzw. der Kandidat entscheidet sich für einen Themenbereich. Daraufhin wird von der Prüferin bzw. dem Prüfer (=Lehrer/in des Unterrichtsgegenstandes) eine Aufgabenstellung aus diesem Themenbereich zugewiesen und die Kandidatin bzw. der Kandidat hat anschließend min. 20 Minuten Zeit, die Aufgabenstellung zu bearbeiten und vorzubereiten, bevor die Prüfung abgehalten wird (10-20 Minuten Prüfungszeit).

 

10. Wahlfächer

Kultur,

Geschichte (Wirtschafts- und Sozialgeschichte) und Internationale Wirtschafts- und Kulturräume, 

Geografie (Wirtschaftsgeografie) und Internationale Wirtschafts- und Kulturräume,

Naturwissenschaften (Chemie, Physik, Biologie, Ökologie und Warenlehre),

Politische Bildung und Recht,

Volkswirtschaft,

Berufsbezogene Kommunikation in der LFS (mit Bezeichnung der Fremdsprache),

Wirtschaftsinformatik.