Media.kitchen: Die Rezepte der MedienmacherInnen

Die Klasse 1AA im Forum Rudolfsplatz

Gemeinsam mit media.kitchen unter der Leitung von Dr. Stefan Müller (freier Journalist) präsentierte ZiS (Zeitung in der Schule) 27 Schüler/innen des 1AA die Rezepte der Medienmacher/innen und begleitete sie bei den Reflexionen ihres eigenen Medienkonsums.

Medienkompetenz und Demokratieverständnis bedingen einander, daher stand das kritische Hinterfragen der täglichen "Mediennahrung" ebenso am Speisezettel wie Wissensvermittlung durch praktische Beispiele aus der journalistischen Praxis. In einer Redaktionskonferenz, in Interviews und beim Schreiben eigener Artikel sowie fingierter Social Media-Beiträge erfuhren die Jugendlichen,  wie eine Zeitung entsteht.

Die jungen Journalist/innen widmeten sich dabei den Themenschwerpunkten journalistische Grundlagenarbeit, Blattlinie, objektive Berichterstattung, mediale Produktion, Perspektive und Tendenz sowie Einflussnahme auf Leser/innen durch Interessenvertreter/innen.

Dass der workshop auch wirklich bei den SchülerInnen "angekommen war", zeigen Ausschnitte aus ihren Feedbacks auf die folgenden Fragen:

Ich habe erfahren, …

dass die Arbeit der Journalisten eine stressige und unter hohem Zeitdruck stehende Arbeit ist.

dass man kein abgeschlossenes Studium braucht, um Journalist zu werden.

wie anstrengend es sein kann, Journalist zu sein (Zeugen befragen, Unterlagen anfordern) und wie toll es sein kann, in einer Gruppe zusammen zu arbeiten.

dass der Wurm nicht dem Angler, sondern dem Fisch schmecken muss, also der Text so gestaltet sein muss, dass er die Zielgruppe dieser Zeitung anspricht.

dass Qualitätszeitungen mehr Informationen liefern als Boulevardzeitungen.

dass der Job als Journalist ein anstrengender Job ist: Als Journalist muss man sehr aktiv sein und immer alles hinterfragen.

dass man als Journalist viel Verantwortung trägt und alles genau recherchieren muss, damit eine gute Arbeit entsteht.

dass in den Zeitungen nicht immer die Wahrheit steht.

Ich weiß, …

dass Qualitätsmedien sachlicher an ein Thema herangehen als die Boulevardblätter.

dass Zeitungen durch ihre Inserenten sehr beeinflussbar sind.

dass man, um der Wahrheit näher zu kommen, das Geschehen aus allen Blickwinkeln betrachten muss.

dass Jugendliche viel mehr Gratiszeitungen lesen als Qualitätszeitungen.

dass Boulevardzeitungen oft übertrieben schreiben.

dass die Informationen in Zeitungen zu 100% richtig sein sollen, also keine Erfindungen einfließen dürfen.

dass ich nicht als Journalistin tätig sein will, da der Beruf sehr anstrengend ist.

dass sich die Jugendlichen mehr durch HEUTE und ÖSTERREICH angesprochen fühlen als durch die KRONENZEITUNG.

dass Boulevardzeitungen mehr gelesen werden als Qualitätsmedien.

dass das Gehalt eines Journalisten davon abhängt, ob er freier oder angestellter Journalist ist.

Ich werde …

in Zukunft versuchen, Zeitungsartikel kritischer zu lesen und diese auch zu hinterfragen.

Journalist.

in Zukunft unterschiedliche Zeitungen lesen um zu sehen, wie unterschiedlich Themen dargestellt werden.

nicht alles glauben, was ich in der Zeitung lese.

öfter Artikel zum selben Thema in unterschiedlichen Zeitungen  miteinander vergleichen.

wahrscheinlich in Zukunft mehrere Quellen benutzen, um bessere Informationen zu bekommen.

jetzt sicher mehr Qualitätszeitungen  lesen.

auf Boulevardzeitungen in Zukunft verzichten.

keine Vorurteile gegenüber Journalisten mehr haben.

automatisch bei jedem Zeitungsartikel jede Kleinigkeit beachten.

mir das Erfahrene merken.

versuchen mehr Qualitätszeitungen zu lesen.

in Zukunft mehr Qualitätszeitungen lesen, weil sie viel mehr Informationen bieten als Boulevardzeitungen.

mehr Qualitätszeitungen lesen, um mir besser meine eigene Meinung bilden zu können.

Darko mit seinen RessortmitarbeiterInnen Die Zutaten werden beleuchtet Im Gespräch mit den Chefredakteuren Josip als Ressortleiter Küchenschluss